3. Marion Zimmer Bradley
Raubvogel der Sterne (9764 x)
4. A. E. van Vogt
Welt der Null-A (9374 x)
5. Herbert W. Franke
Der grüne Komet (8884 x)
6. Karl Herbert Scheer
Überfällig (8813 x)
7. Robert A. Heinlein
Die grünen Hügel der Erde (8653 x)
8. W. Brown
Sklaven der Pirros (8418 x)
9. M. K. Robertson
Weltuntergang made in China (8403 x)
10. Ray Hale
Mächte der Tiefe (8300 x)
Die Hauszeitschrift des Gebrüder-Weiss-Verlages als Buch
Zukunftsromane aus der Leihbücherei
Leihbücher (vor allem Krimis, Liebesromane, Western - und eben auch "Zukunftsromane", wie man damals noch zu Science Fiction sagte)
gab es in Deutschland etwa zwischen 1950 und 1970.
Etwa 1000 Zukunftsromane wurden damals als Leihbücher veröffentlicht.
Diese Schwarten in den grellbunten (Supronyl-) Einbänden, gedruckt auf dickem billigen Papier,
eigens für die damals populären kommerziellen Leihbüchereien hergestellt,
waren mitunter von schriftstellerisch zweifelhafter Qualität,
haben aber heute einen gewissen Nostalgiewert und werden daher immer noch gern gelesen, gesammelt und auf eBay gehandelt.
Hier mehr zur Geschichte der Science-Fiction in gewerblichen Leihbüchereien.
Die Science Fiction-Leihbuch-Datenbank
Die Datenbank enthält vollständige, umfangreiche Daten zu allen SF-Leihbüchern im engeren Sinn.
Dazu kommen noch Daten von SF-Büchern,
die damals zwar häufig in Leihbüchereien gehandelt, aber nicht eigens dafür hergestellt wurden
(z.B. Bücher aus dem Weiss-Verlag oder aus dem Goldmann-Verlag).
Neben den eigentlichen Zukunftsromanen enthält die Datenbank auch Bücher aus SF-Grenzbereichen,
vor allem Abenteuer- oder Gruselromane mit SF-Elementen. Diese Bücher machen etwa 15-20% des Datenbestandes aus.
Die SF-Leihbuch-Datenbank-Website wurde im Jahr 2004 programmiert und dann nach und nach von vielen Leihbuch-Fans
mit Daten, Titelbildern und Inhaltsangaben (Klappentexten) gefüllt.
Den weitaus größten Beitrag leistete der 2016 verstorbene SF-Spezialist Alfred Beha.
Er vervollständigte die bibliografischen Daten mit großer Sachkenntnis und wissenschaftlicher Detailtreue.
Ihm sind auch die meisten der vielen wunderbaren Buchcover-Scans in guter Qualität zu verdanken.
Dank seines Einsatzes ist diese Datenbank nun vollständig.
Rechte
Die Rechte an Klappentexten und Abbildungen liegen natürlich bei den entsprechenden Verlagen, Autoren und Künstlern.
Leider existieren die Verlage schon lange nicht mehr und die Künstler sind bedauerlicherweise bis auf Ausnahmen
anonym geblieben und unauffindbar. Ich wäre für Hinweise sehr dankbar!
Copyright und Nutzung dieser Datenbank
Falls Sie einzelne Bilder, Texte oder bibliografische Daten aus dieser Datenbank nutzen wollen
(um z.B. auf eBay Leihbücher zu verkaufen),
so bitten wir darum, dabei deutlich auf die SF-Leihbuch-Datenbank hinzuweisen.
Falls die hier gesammelten Daten für umfangreichere oder gar kommerzielle Zwecke genutzt werden sollen
(z.B. für ein Buch, eine Website oder eine andere Veröffentlichung),
bitte nicht ohne unsere schriftliche Erlaubnis.
Impressum
Programmierung: Michael Peters, Neuensaaler Str. 35, D-51515 Kürten
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sicherheitshalber auch gleich noch vom Inhalt meiner eigenen Seiten -
ansonsten, falls es jemanden interessiert, hier ein detaillierter Disclaimer
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NELSON BOND [ Nelson Slade Bond (1908-2006) ]
LANCELOT BIGGS WUNDERSAME WELTRAUMFAHRTEN
Ein humorvoller Zukunftsroman
Selten hat man etwas so Spannendes und zugleich so Vergnügliches und Witziges gelesen, wie die Weltraumfahrten des "Helden" Lancelot Biggs. Alles, was er tut, läuft dem gesunden Menschenverstand zuwider, bestätigt jedoch am Ende die Richtigkeit seines Denkens. Was er auch unternimmt, es ist so phantastisch, daß man aus dem Lachen nicht mehr herauskommt.
Im Jahr 2100 ist der Weltenraum fast völlig erforscht und kolonisiert. Um so erbitterter entbrennt unter den Schiffahrtsgesellschaften der Kampf um den verbliebenen Rest.
Wie soll man aber aus einem solchen Ringen als Sieger hervorgehen, wenn man einen alten ausgedienten Kasten wie den "Saturn" als Weltraumschiff zur Verfügung hat, und wenn man einen ausgemachten Trottel wie Lancelot Biggs als Offizier zugeteilt bekommt. Kapitän Hanson ist verzweifelt, er rauft sich die Haare, tobt und flucht. Und man muß ihm recht geben. Lancelot ist tatsächlich ein Trottel, aber - bald stellt sich heraus - ein genialer.
Mit seinem Grundsatz: "Finde immer erst die Theorie", treibt er zwar Führung und Mannschaft an den Rand des Wahnsinns, aber schließlich ist er es immer wieder, der die unwahrscheinlichsten und hoffnungslosesten Situationen meistert. Alles, was er tut, läuft anscheinend dem gesunden Menschenverstand zuwider, am Ende bestätigt sich jedoch stets die Richtigkeit seines Denkens, das ebenso einfach wie genial ist.
Will man versuchen, das Wesen dieses schlaksigen und unbeholfenen Kerls zu kennzeichnen, so findet man keinen anderen Vergleich, als daß man ihn den Chaplin unter den Weltraumschiffern nennt, der alles durcheinander wirbelt und zugleich weinen und lachen macht.
Ein heute seltener Humor bringt auch den skeptischsten Leser zum Lachen.
GEBRÜDER WEISS VERLAG · Berlin-Schöneberg - München
[ DEA | o. J. (1953) | 300+1=301 S. | 19,5 x 13,5 | Roter Leinenband m. Deckelvignette u. farb. ill. SU: DM 7,80 ++ HLn m. SU: DM 6,80 | mit 2 Seiten Verlagswerbung | Reihe "Die Welt von morgen im Roman von heute - Zukunftsromane aus aller Welt" | Das Buch ist unterteilt in 27 nummerierte - aber nicht betitelte - Kapitel ] +=
[ Der Band faßt die 14 "Lancelot Biggs-Erzählungen", die in den Jahren 1939-1943 in den amerikanischen SF Magazinen "Fantastic Adventures" (FA), "Amazing Stories" und "Weird Tales" (WT) erschienen sind, überarbeitet in einem Episoden-Roman zusammen:
"F.O.B. Venus" (FA Nov 1939)
"Honeymoon in Bedlam" (WT Jan 1941)
"Lancelot Biggs Cooks a Pirate" (FA Feb 1940)
"Lancelot Biggs: Master Navigator" (FA May 1940)
"Mr. Biggs goes to Town" (Amazing Oct 1942)
"The Downfall of Lancelot Biggs" (WT Mar 1941)
"The Genius of Lancelot Biggs" (FA Jun 1940)
"The Ghost of Lancelot Biggs" (WT Jan 1942)
"The Love Song of Lancelot Biggs" (Amazing Sep 1942)
"The Madness of Lancelot Biggs" (FA Apr 1940)
"The Ordeal of Lancelot Biggs" (Amazing May 1943)
"The Return of Lancelot Biggs" (Amazing May 1942)
"The Scientific Pioneer Returns" (Amazing Nov 1940)
"Where Are You, Mr. Biggs?" (WT Sep 1941). ]
Rezensionen / Materialien:
" . . . nun aus . . (den Klappentext) Angaben kann man wenig entnehmen - kommt noch hinzu, daß der Verlag bei der Umschlaggestaltung keine glückliche Hand hatte und damit der Sicht-Verkaufsverfolg von vornherein fraglich wurde.
Welcher Schatz aber liegt in diesen 300 Seiten! Welche Fülle von Erleben, welch' unglaublicher, weil so menschlicher Humor! Wer die Phantasie der ungehemmten SF liebt, kommt ebenso auf seine Rechnung, wie der, der eine kräftige Space Opera bevorzugt. Wen psychologische und philosophische Aspekte reizen - hier kommt er garantiert auf seine Kosten.
In acht zusammenhängenden Reiseerzählungen sind ebenso viele Abenteuer dieses Schiffes, dieser Crew und dieses Offiziers geschildert. Das alles ist spannend, logisch und humorvoll dargestellt - da ist nirgends ein 'Loch' - ein einmaliges Buch! Ich besitze selbst über 800 utopische Romane und habe sicher mehr als tausend gelesen, doch mein Lieblingsbuch heißt 'Lancelot Biggs'." (Heinz Bingenheimer in Transgalaxis # 2 · Feb 1958 · S. 13: "Mein liebstes Buch").
"LANCELOT BIGGS ist ein Roman, der sich schon sehr früh auf humoristische Weise mit der SF befaßte und viele ihrer Klischees durch den Kakao zog." (Alpers, Fuchs, Hahn (Hg.): "Reclams Science Fiction Führer · 1982: Philipp Reclam jun., Stuttgart).
"Nelson Bond ist einer der letzten Überlebenden des 'Goldenen Zeitalters' der Science Fiction, das gegen Ende der 1930er Jahre in einem schöpferischen Urknall der literarischen Welt eine Unzahl unsterblicher Klassiker des Genres bescherte . . . Auch sonst ist der Bondsche Kosmos von wandelnden Klischees bevölkert. Piraten wirken wie einer Oper entsprungen. 'Raumgangster' sind offenbar aus Al Capones Chicago ausgewandert. Soldaten sind schneidig, Köche chronisch unfähig. Siedler aus dem 'Wilden Westen' der Asteroidenfelder knallharte Jungs. Sie runden das Bild eines zutiefst sympathischen Klassikers ab, der fern jeden Blastergeballers und oft unverhohlen sentimental eine Geschichte erzählt, auf welcher der Staub so dick liegt wie auf einer alten Flasche kostbaren Weins. Es wird Zeit, daß diese für das deutsche Publikum wieder einmal aus dem Regal genommen wird - nur: Kann die junge Leserschaft, die von 'Warhammer-' oder 'Star Wars'-SF geprägt ist, mit Lancelot Biggs noch etwas anfangen?" (Michael Drewniok · 2006: buchrezicenter.de)
Diese umfangreiche Rezension von Michael Drewniok ist auch auf der Webseite von "phantastic-couch.de" zu finden:
"Mit Bedacht ignoriert der Verfasser jeglichen 'Ernst' der Science Fiction; einfallsreich im Detail und mit Witz erzählend bevölkert Bond seine Traumwelt/en mit knorrigen Typen schon jenseits der Grenze zur Parodie und schafft ein Wunder: die gleichzeitig anachronistische und zeitlose Momentaufnahme einer längst vergangenen Zukunft, die sämtliche Klischees ihrer Entstehungszeit konserviert und ihnen ein liebevolles Denkmal setzt" - "Die Essenz der nostalgischen Science Fiction, präsentiert mit Wehmut & Witz" - "Die Vergangenheit einer nie realisierten Zukunft" - "Handwerk mit Humor: auch so entstehen Klassiker" - "Beinhartes Raumfahrervolk parodiert sich selbst" (Headlines dieser Besprechung von Michael Drewniok)
"His famous single series, the LANCELOT BIGGS stories, concerning an excentric space traveler, appeared 1939-43 in various magazines, it was published, with the most stories revised, as 'The Remarkable Exploits of Lancelot Biggs, Spaceman' (collection of linked stories, 1950)." (John Clute + Peter Nicholls (Ed.): The Encyclopedia of Science Fiction. 1993: Orbit - Little, Brown and Company (UK), London)
Die sehr informative Webseite der Marshal University, Huntington, USA über Nelson Bond: marshall.edu/library/speccoll/virtual_museum/bond/default.asp (mit einer Liste weiterer links).