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Freitag, 26. Juni 2026
Stand der Daten
180 Verlage
416 Autoren
1517 Bücher
72 Serien
1505 Titelbilder
1508 Klappentexte
z.Zt. online:
Leihbuch-Fans: 28
Die populärsten Einträge
1. Manfred Langrenus
Reich im Mond (10992 x)
2. W. Brown
2'30 vor der Zeit (10740 x)
3. Marion Zimmer Bradley
Raubvogel der Sterne (9716 x)
4. A. E. van Vogt
Welt der Null-A (9322 x)
5. Herbert W. Franke
Der grüne Komet (8824 x)
6. Karl Herbert Scheer
Überfällig (8756 x)
7. Robert A. Heinlein
Die grünen Hügel der Erde (8596 x)
8. W. Brown
Sklaven der Pirros (8366 x)
9. M. K. Robertson
Weltuntergang made in China (8353 x)
10. Ray Hale
Mächte der Tiefe (8248 x)


Die Hauszeitschrift des
Gebrüder-Weiss-Verlages
als Buch
 

Zukunftsromane aus der Leihbücherei

Leihbücher (vor allem Krimis, Liebesromane, Western - und eben auch "Zukunftsromane", wie man damals noch zu Science Fiction sagte) gab es in Deutschland etwa zwischen 1950 und 1970. Etwa 1000 Zukunftsromane wurden damals als Leihbücher veröffentlicht.

Diese Schwarten in den grellbunten (Supronyl-) Einbänden, gedruckt auf dickem billigen Papier, eigens für die damals populären kommerziellen Leihbüchereien hergestellt, waren mitunter von schriftstellerisch zweifelhafter Qualität, haben aber heute einen gewissen Nostalgiewert und werden daher immer noch gern gelesen, gesammelt und auf eBay gehandelt.

Hier mehr zur Geschichte der Science-Fiction in gewerblichen Leihbüchereien.


Die Science Fiction-Leihbuch-Datenbank

Die Datenbank enthält vollständige, umfangreiche Daten zu allen SF-Leihbüchern im engeren Sinn. Dazu kommen noch Daten von SF-Büchern, die damals zwar häufig in Leihbüchereien gehandelt, aber nicht eigens dafür hergestellt wurden (z.B. Bücher aus dem Weiss-Verlag oder aus dem Goldmann-Verlag).

Neben den eigentlichen Zukunftsromanen enthält die Datenbank auch Bücher aus SF-Grenzbereichen, vor allem Abenteuer- oder Gruselromane mit SF-Elementen. Diese Bücher machen etwa 15-20% des Datenbestandes aus.

Die SF-Leihbuch-Datenbank-Website wurde im Jahr 2004 programmiert und dann nach und nach von vielen Leihbuch-Fans mit Daten, Titelbildern und Inhaltsangaben (Klappentexten) gefüllt.

Den weitaus größten Beitrag leistete der 2016 verstorbene SF-Spezialist Alfred Beha. Er vervollständigte die bibliografischen Daten mit großer Sachkenntnis und wissenschaftlicher Detailtreue. Ihm sind auch die meisten der vielen wunderbaren Buchcover-Scans in guter Qualität zu verdanken. Dank seines Einsatzes ist diese Datenbank nun vollständig.










Rechte

Die Rechte an Klappentexten und Abbildungen liegen natürlich bei den entsprechenden Verlagen, Autoren und Künstlern. Leider existieren die Verlage schon lange nicht mehr und die Künstler sind bedauerlicherweise bis auf Ausnahmen anonym geblieben und unauffindbar. Ich wäre für Hinweise sehr dankbar!


Copyright und Nutzung dieser Datenbank

Falls Sie einzelne Bilder, Texte oder bibliografische Daten aus dieser Datenbank nutzen wollen (um z.B. auf eBay Leihbücher zu verkaufen), so bitten wir darum, dabei deutlich auf die SF-Leihbuch-Datenbank hinzuweisen.

Falls die hier gesammelten Daten für umfangreichere oder gar kommerzielle Zwecke genutzt werden sollen (z.B. für ein Buch, eine Website oder eine andere Veröffentlichung), bitte nicht ohne unsere schriftliche Erlaubnis.




Impressum

Programmierung: Michael Peters, Neuensaaler Str. 35, D-51515 Kürten


Disclaimer

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HANS WÖRNER  [ 1903-1965 ]

WIR FANDEN MENSCHEN
Roman einer utopischen Expedition

Atemlos ist dieses Buch geschrieben, wie gehetzt von der Vision "Es könnte so sein". Es könnte wirklich einmal durch die Entladung einer Vernichtungswaffe eine Lichtwalze sengend über Städte und Menschen hinwegrasen. Und noch 7 Jahre danach würde eine solche Expedition, wie das Buch sie schildert, dort nur erstarrtes Leben vorfinden. Die Erde würde noch immer tödliche Energien ausstrahlen und die letzten Menschen wären vertiert.

Aber Hans Wörners "Bericht einer Expedition" ins Totenreich lähmt uns nicht durch monotone Schreckenslandschaften, in ihm vibriert es von Leben und Lebenswillen. Die Handlung jagt dramatisch von Szene zu Szene, gezeichnet mit hartem Realismus, im Technischen kühl, im Menschlichen durchbebt von letzter Erschütterung. Denn, so sensationell das Ganze geschrieben ist, spannend wie ein Abenteuerroman, sein Grundanliegen ist verzweifelt, aktuell und ernst, die Frage nämlich: Kann man die Menschen retten?

Impressum: © 1948 by Albert-Limbach-Verlag, Braunschweig · Gesamtherstellung: Druck- und Verlagshaus Albert Limbach, Braunschweig · Oktober 1948.

ALBERT-LIMBACH-VERLAG · BRAUNSCHWEIG

[ OA | Oktober 1948 | 218+1=219 S. | 21 x 12,5 | hellblaugrauer Halbleinenband m. braunem Titeldruck auf Deckel u. Rücken, mit 2 unterschiedlichen Schutzumschlägen (siehe Cover 1 und Cover 2, links): DM 6,50 ] +=

Im Jahr 1948 hat der Limbach Verlag 3 Ausgaben dieses Buches herausgebracht, nur erkennbar an den Impressum-Angaben:
  • "Oktober 1948"
  • "November 1948"
  • "Dezember 1948".

    Die obigen Buchdaten stammen von der Ausgabe "Oktober 1948" - sind jedoch bis auf die Monatsangabe identisch bei allen drei Ausgaben. Der Hinweis auf die 3 Ausgaben findet sich im Katalog "Utopie + Phantastik" des Antiquariats Arnfred Nülle (über ZVAB).

    Rezensionen / Materialien:

  • Alpers, Fuchs, Hahn, Jeschke (Hg.): "Lexikon der Science Fiction Literatur" · 1988: Heyne Verlag, München:

    "(Wörners) einziger SF-Titel 'Wir fanden Menschen', ein unter dem Einfluß des Zweiten Weltkriegs und der Atombombe entstandener Nachatomkriegsroman . . . gilt als einer der wichtigsten deutschen SF-Romane der Nachkriegszeit. Es ist eine drastische Absage an die modernen Vernichtungswaffen und gleichzeitig ein Appell an die Menschheit, endlich zur Vernunft zu kommen."

  • Fritz Reiche in: "Der Leihbuchhändler" # 3-1948 (15.11.1948):

    "Das Buch trägt seinen Titel zu Recht, es ist der Roman einer Expedition, die auszog, die Auswirkungen einer Katastrophe zu erforschen und dabei unter den vertierten Überlebenden wirklich Menschen fand.
    Der von uns früher nicht unbekannte Autor schildert unter merklichem Mahnen an die Menschheit das Verheerende der Explosion einer neuen Zukunftswaffe und läßt uns Einblick gewinnen in das Intimste des Menschenlebens, dem plötzliche Erstarrung bestimmt war.
    Die logische Folge der geschilderten Ereignisse reißt den Leser in gesunder Spannung mit fort, ohne aufdringlich zu wirken, die ethischen Werte der Menschheit finden gebührende Bewertung. Für Jugendliche nicht zu empfehlen."

  • Alpers, Fuchs, Hahn (Hg.): "Reclams Science Fiction Führer" · 1982: Philip Reclam jun., Stuttgart:

    "WIR FANDEN MENSCHEN entstand in einer Zeit, als das Entsetzen des gerade überstandenen Zweiten Weltkriegs noch frisch war, und Wörner hat mit seinem in einer groben, hölzernen und ungeschliffenen Sprache abgefaßten Roman dieses Entsetzen in recht eindrucksvoller Weise eingefangen".

  • Klaus W. Pietreck in: Franz Rottensteiner / Michael Koseler (Hg).: "Werkführer durch die utopisch-phantastische Literatur" · Corian-Verlag, Meitingen · Lose-Blatt-Sammlung · 4. Erg. Lfg. Feb. 1990:

    "Der einzige Zukunftsroman von Hans Wörner ist . . . trotz des äußerst mangelhaften literarischen Stils und trotz der mangelhaften Ausarbeitung des Charakters . . . ein eindrucksvolles Beispiel für tief humanistisch geprägte und engagierte SF-Literatur."

  • Jost Hermand: "Unbewältigte Vergangenheit: Westdeutsche Utopien nach 1945" in: "ARGUMENT SONDERBAND" AS 83 (1982), Seite 105:

    "... Noch erschreckender wirkt dieser totale Sinnverlust in dem Roman WIR FANDEN MENSCHEN von Hans Wörner, wo eine Expedition von drei Männern in ein Land kommt, das vor sieben Jahren von einer Atomkatastrophe heimgesucht worden ist. Anfangs glauben sie in ein Totenland zu kommen, bis sie plötzlich auf verwahrloste Menschengruppen stoßen, die wie verwilderte, verkrüppelte und verfilzte "Rattenwölfe" in dunklen Verliesen oder Kellern wohnen und sich ständig wechselseitig auszurotten versuchen, da unter ihnen nur noch das "Gesetz der Dschungels" gilt ..."

  • J. M. Musonius: "Einige Anmerkungen zu Hans Wörners SF Roman 'Wir fanden Menschen'" in: QUARBER MERKUR # 84 · 1995: EDFC, Passau.

  • Herbert W. Franke: "Nachwort" in: Ullstein TB # 20453 ("Ozeanische Bibliothek 1984") · Seite 146 ff.

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