WALTER TEVIS[ Walter Stone Tevis (1928-1984) ]SPION AUS DEM ALLEin utopisch-technischer RomanAußerirdische Lebewesen - gibt es die? Wie sehen sie aus? Sind sie wirklich so schrecklich, wie sie in manchen utopischen Filmstreifen Hollywoods in Erscheinung treten - erbitterte Gegner der Erde, unheimliche Gestalten, nur darauf bedacht, den Menschen Übles zuzufügen? Walter Tevis ist offenbar nicht dieser Meinung; denn er schildert eine solche Begegnung auf gänzlich andere Art: melancholisch, ergreifend, beinahe möchte man sagen: wirklichkeitsnah.Nur ein einziges fremdes Wesen betritt die Erde auf der Suche nach einer neuen Heimat. Während jener Mann vom Planeten Anthea anfangs noch bemüht ist, eine Brücke für seine Artgenossen zu bauen, sieht er sich plötzlich einer Mauer von Unwissenheit und Mißtrauen gegenüber.Diese Konfliktsituation weiß der Autor Walter Tevis spannend darzustellen, und aus ihr schöpft er die Elemente für die mitreißende Handlung. Die Tragik des Geschehens, die Einsamkeit und Verlorenheit jenes Individuums aus dem All hinterläßt einen unvergeßlichen Eindruck. Das Besondere aber an diesem utopisch-technischen Roman ist die scharfte Kritik, die der Autor an der scheinbaren Perfektion seiner Welt von morgen übt, in der vieles absurd und lebensfeindlich ist. Zuweilen wird sogar der Bezug zu den Problemen der Gegenwart bestürzend offenbar.WILHELM GOLDMANN VERLAG - MÜNCHEN[ DEA | 1963 | 181 S. | 19,5 x 12 | Ln m. Deckellogo u. farb. ill. SU: DM 7,80 - Kt m. SU: DM 5,00 | Reihe "Goldmanns Zukunftsromane" Band Z 49 - herausgegeben von Dr. Herbert Franke ]